Warum kleine Schritte im Workflow zu großen Verzögerungen in der Produktion führen

In vielen Druckproduktionsumgebungen liegen die Ursachen für Ineffizienz nicht immer bei den Druckmaschinen selbst. Oft entstehen sie durch die kleinen Schritte zwischen unterschiedlichen Systemen.

Wenn Druckereien neue Geräte oder Workflow-Tools evaluieren, liegt der Schwerpunkt in der Regel auf Spezifikationen wie Druckgeschwindigkeit, Medienflexibilität oder den Kosten pro Druck – tatsächlich wichtige Faktoren.

Dabei bleibt ein wichtiger Produktivitätsfaktor jedoch oft unbemerkt: die Zeit, die Bedienende mit dem Übertragen von Aufträgen zwischen Systemen verbringen.

Bedenken Sie, wie oft Sie täglich Dateien aus E-Mails herunterladen, Auftragsdetails manuell eingeben, den Druckerstatus überprüfen oder Produktionssysteme aktualisieren. Diese Schritte kostet nur wenige Minuten, werden sie jedoch dutzende oder sogar hunderte Male am Tag wiederholt, summieren sie sich unbemerkt.

Viele Produktionsteams erleben dies als das „Fünf-Minuten-Problem“.

Die verborgenen Zeitverluste zwischen den Drucksystemen

Moderne Druckumgebungen erhalten Aufträge aus vielen unterschiedlichen Quellen. Bestellungen können über E-Mail, Web-to-Print-Portale, interne Übermittlungstools oder Kundenbestellsysteme eingehen.

Selbst bei leistungsfähigen Produktions-Tools kommunizieren diese Systeme nicht unbedingt miteinander. Oft müssen Bedienende zusätzliche manuelle Schritte ausführen, um Aufträge durch den Workflow zu leiten.

Sie laden Dateien herunter und organisieren sie. Sie erstellen Aufträge im digitalen Front-End und wählen Einstellungen aus. Sie überprüfen Geräte. Nach Abschluss des Druckvorgangs muss der Auftragsstatus möglicherweise an anderer Stelle aktualisiert werden.

Für sich genommen sind diese Schritte vernachlässigbar. Doch in der Summe sorgen sie für Reibung im Produktionsprozess.

Jeder manuelle Schritt erhöht zudem das Potenzial für Verzögerungen, Unstimmigkeiten oder Fehler.

Die Effizienz des Druck-Workflows in Klicks messen

Eine einfacher Weg zur Analyse der Workflow-Effizienz besteht in einer simplen Frage:

Wie viele Klicks sind nötig, um mit der Produktion eines Auftrags zu beginnen?

In vielen Umgebungen besteht die Auftragsvorbereitung aus mehreren kleinen Aktionen – Dateien importieren, Einstellungen konfigurieren, Warteschlangen auswählen und den Auftrag zum Druck freigeben.

Bei stärker vernetzten Workflows kann sich dieser Prozess jedoch drastisch verändern.

In der Produktionsumgebung eines Kunden von Fiery konnte die Auftragsübergabe durch die Integration des Workflows von zwölf manuellen Klicks auf nur einen reduziert werden. Bei Hunderten von Aufträgen pro Tag wirkte sich diese für sich kleine Änderung im Laufe der Zeit spürbar aus.

Die Bedienenden verbrachten deutlich weniger Zeit mit sich wiederholenden Vorbereitungsaufgaben. Aufträge wurden schneller in die Produktion überführt. Und der Workflow wurde berechenbarer und konsistenter.

In der Praxis ließen sich durch die Verringerung der manuellen Arbeitsschritte täglich mehrere Stunden für die Bedienenden einsparen.

Den Workflow verbinden

Für diese Art von Effizienz reicht das Hinzufügen neuer Automatisierungstools oft nicht aus. Die verschiedenen Systeme, aus denen sich der Produktions-Workflow zusammensetzt, müssen miteinander verbunden werden.

Dazu gehören Web-to-Print-Plattformen, Auftragsmanagement-Systeme, Automatisierungstools und Produktionsgeräte.

Die Rolle von APIs in modernen Druck-Workflows

Technologien wie APIs ermöglichen diese Verbindung, indem sie Systemen den Austausch von Informationen ermöglichen und automatisch Aktionen auslösen.

Statt das Hin- und Herbewegen von Informationen zwischen Systemen Bedienenden zu überlassen, können Druckereien ihre Systeme so konfigurieren, dass sie direkt miteinander kommunizieren.

Eine Web-Bestellung kann automatisch einen Produktionsauftrag erzeugen. Eine Workflow-Plattform kann diesen Auftrag an das entsprechende Gerät weiterleiten. Produktionssysteme können den Fertigstellungsstatus an Verwaltungs-Tools zurückmelden.

Durch den Wegfall manueller Eingriffe helfen diese Integrationen bei der Beseitigung vieler kleiner Ineffizienzen, die die Produktion verlangsamen.

Der Weg zu vernetzten Druck-Workflows

Die Automatisierung der Druckproduktion hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

In vielen Druckumgebungen hielt die Automatisierung zunächst in Form von Tools wie überwachten Ordnern, Auftragsvorgaben oder skriptgesteuerten Workflows Einzug. Diese Lösungen optimierten zwar bestimmte Aufgaben, doch die Workflows blieben häufig über verschiedene Systeme hinweg verteilt.

Heute wechseln Druckdienstleister zunehmend zu vernetzten Produktionsumgebungen, in denen Systeme Informationen austauschen und automatisch Aktionen auslösen.

Dieser Wechsel reduziert manuelle Schritte, verbessert die Konsistenz und die Bedienenden können sich mehr auf die Verwaltung der Produktion statt auf die Vorbereitung von Aufträgen konzentrieren.

API-Lösungen wie Fiery API unterstützen dieses Maß an Integration, indem sie externen Systemen die direkte Interaktion mit von Fiery angesteuerten Produktionsworkflows ermöglichen. Durch die automatisierte Auftragsübergabe sowie die Überwachung des Gerätestatus und der Produktion helfen sie bei der Beseitigung vieler kleiner Hindernisse, die die Produktion verlangsamen.

Die Leistungsfähigkeit der Fiery API

Mit der Fiery API können Sie Anwendungen und Tools entwickeln, die auf die Anforderungen Ihres Druckunternehmens zugeschnitten sind. Ob unter Windows®, Mac OS, iOS oder Android – Mithilfe der Entwicklungsumgebung Ihrer Wahl können Sie produktionsfertige Kernprozesse wie Auftragsübergabe, Gerätestatus, Produktionsdaten, Web-to-Print, Dashboards und mehr integrieren.

Die Fiery Command WorkStation ist für alle Fiery Anwendenden kostenlos und mit allen Fiery-Softwareplattformen (von Fiery FS200 bis Fiery FS700 Pro) kompatibel. So können Sie Ihre Workflow-Integration maßgeschneidert gestalten und die von Ihrem Unternehmen angestrebten Ergebnisse erzielen.

Sie können dieses Thema auch in unserem Fiery API Webinar zur Verbindung Ihres Druck-Workflows vertiefen. Hier erfahren Sie, wie integrierte Workflows manuelle Eingriffe vermeiden helfen und die Effizienz der Druckproduktion verbessern.

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Das Fünf-Minuten-Problem in der Druckproduktion lösen

In vielen Fällen benötigen Sie für die Lösung des Fünf-Minuten-Problems keine schnelleren Druckmaschinen oder mehr Personal. Sie müssen lediglich dafür sorgen, dass die Systeme im Workflow optimal zusammenarbeiten.

Und manchmal lässt sich der Unterschied zwischen einem manuellen und einem vernetzten Workflow überraschend einfach messen: Wie viele Klicks nötig sind, um einen Auftrag zu drucken.

Mit einer Fiery API können Sie Ihre eigenen benutzerdefinierten, skalierbaren Lösungen erstellen. So machen Sie manuelle Schritte überflüssig und schaffen schlanke, optimierte Lösungen, die Ihrem Druckunternehmen zum Erfolg verhelfen.

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